Botschaft von Sri Bhagavan zum Terrorangriff in Mumbai

heute möchte ich eine Stellungnahme von Sri Bhagavan, dem Begründer der Oneness University, zum Terrorangriff in Mumbai übermitteln, die auch aus deutscher Sicht wertvoll ist.

Botschaft von Sri Bhagavan zum Terrorangriff in Mumbai (04.12.2008)

“Was können wir als einzelner Mensch angesichts der unmenschlichen Gewalt,
des Terrorismus tun?”

Wir erwachen in einen neuen Tag der Rache, der Vergeltung und des Hasses. Die Gewalt und Brutalität, die uns umgeben, sind das Ergebnis der zerstörenden Wirkung der Zersplitterung: ein Mensch gegen den anderen, eine Gruppe gegen die andere - religiös, gesellschaftlich, kulturell und wirtschaftlich. Wir sind Brüder und Schwestern, Kinder derselben Mutter, Erben desselben kollektiven Schicksals.

Was wir einem anderen antun, das tun wir uns selbst an. Warum verhalten wir uns dann so, als ob wir unmenschliche, Krieg führende Stammes-Splittergruppen sind? Wie können wir einander verfolgen oder töten? Ist die Erfahrung von Schmerz nicht für alle gleich? Graut nicht allen lebenden Wesen vor der Angst? Wie können wir dann einem anderen Gewalt und Schmerz zufügen?

Werden wir uns heute die Zeit nehmen, um unseren Kindern beizubringen, dass Trennung - gleich, welchen Namen wir ihr auch immer geben, ob heilig oder weltlich - ein Verbrechen ist? Werden wir ihnen sagen, dass wir menschliche Wesen sind und keine Bezeichnungen, die uns entzweien? Werden wir in diesem Augenblick der Krise ihren jungen Geist formen, damit sie Bürger der Welt und keine engstirnigen Fanatiker werden?

Ideologische Unterschiede bilden die Wurzel der Gewalt, die uns unseren gesunden Verstand raubt und unser Überleben gefährdet. Wenn wir um unser eigenes individuelles Überleben besorgt sind, um das Überleben unserer Gruppe, unseres Glaubens, dann schaffen wir Uneinigkeit und bedrohen das wirkliche Überleben des Ganzen.

Lasst uns einen tieferen Einblick in die Wahrheit nehmen. Die Gewalt und der Konflikt, die wir erleben, sind eine Dramatisierung der unbeschreiblichen inneren Gewalt der Menschheit. Wir sind keine Einzelwesen, wir sind nicht getrennt. Was uns geschieht, geschieht der ganzen Menschheit, dem gesamten Leben. Körperlich können wir getrennt in unseren abgeschiedenen Häusern leben, können wir unsere häusliche Gewalt vor den Augen der Welt verbergen, aber auf der psychischen Ebene sind wir untrennbar mit der ganzen Menschheit verbunden. Die giftigen Dämpfe unserer inneren Aufgewühltheit sickern durch das kollektive Bewusstsein der Menschheit. Die Gewalt in uns, zwischen Eltern und Kindern, Männern und Frauen, Brüdern und Schwestern und bei der Arbeit ist der wahre Ursprung der Gefahr und der Zerstörung.

Lasst jeden von uns mit einem Gespür für die Dringlichkeit reagieren. Lasst uns alle - der Atheist und der Gottesfürchtige, der Bauer am Pflug und die Mutter neben der Wiege, diejenigen in den Büros und die Arbeiter -, lasst uns alle Verantwortung übernehmen für das, was um uns herum geschieht. Was können“ wir als Einzelne jetzt tun? Was „müssen“ wir als Einzelne jetzt tun?

Wie kann jeder von uns zufrieden sein, wenn wir sehen, wie einige Helden und Experten ihr Leben opfern, um die Sicherheit anderer zu schützen, während wir passive Zuschauer bleiben, die sich das Drama des Terrors anschauen, das sich direkt vor unseren Augen entfaltet? Die Spezialisten, ob sie aus dem Bereich der Streitkräfte kommen oder aus dem Staatswesen, sie können die Schmerzen des Augenblicks lindern. Sie können das Symptom beseitigen; aber die Ursache der Gewalt liegt schwelend innerhalb unseres Bewusstseins. Sie hält sich versteckt als Konflikt, unterdrückte Wut, Entzweiung und Bosheit in jedem von uns. So lange, bis auf dieses Thema eingegangen wird, wird sich die Gewalt weiter in den Nationen der Welt ausbreiten - in diesem Namen oder in einem anderen.

Die wirkliche Lösung liegt daher darin, unsere Aufmerksamkeit nach innen zu wenden: Können wir die Gewalt in uns erkennen und dem Frieden Platz machen. Selbst wenn 10 Millionen unter uns, die einer Nation von einer Milliarde angehören, zur Ruhe kommen, wird die Gewalt sinken. Wenn sich 10 Millionen in einen höheren Bewusstseinszustand hineinbewegen, dann wird ein Zustand vollständiger innerer Gewaltlosigkeit, ein Zustand des Friedens und des Wohlbefindens möglich. Obwohl die Ursachen der Gewalt weiter existieren würden, werden sie nicht in Gewalthandlungen umgesetzt werden. Wir sind die Auslöser von Gewalt oder von Frieden. Wir können nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen, ohne uns damit von unserem eigenen inneren Kampf wegzubewegen.

Das Schicksal eines jeden Menschen, mag er bekannt sein oder unbekannt, ist eng mit uns verbunden. Im Schmelztiegel des Terrors, der uns umgibt, lasst uns uns selbst in eine neue Generation von Menschen umwandeln. Lasst uns uns von der dunklen Nacht der Trennung zur Morgendämmerung des Miteinanders und Einheit bewegen. Es gibt Licht am Ende des Tunnels.

Sri Bhagavan, Oneness University

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